8 Dinge, die ich von London gelernt habe

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Elizabeth Tower /Big Ben

1. Das Wetter ist nicht halb so schlecht, wie man immer glaubt.

Ich weiss nicht, wie es euch geht. Wann immer ich von London erzähle, werde ich als erstes nach dem Wetter gefragt und erhalte ungläubige Blicke, wenn ich sage, dass es gut war. “Oh, das ist aber untypisch für London!”. Dabei ist das Wetter dort nicht halb so schlecht, wie man immer glaubt. Die Engländer selbst vergleichen es mit Norddeutschland, zB. Hamburg.
Ich selber kann sagen, dass wir sowohl dieses, als auch das letzte Mal richtig gutes Wetter hatten. Ende Oktober waren es warme 18 °C, mit strahlendem Sonnenschein. Und auch dieses Mal, Mitte März, hatten wir 12°C und Sonnenschein, mit einem Tag regen. Sicherlich gibt es mehr Regentage in London, als zB. in Madrid oder München, aber ich finde, das Wetter ist besser als sein Ruf.

2. Teure Stadtrundfahrten könnt ihr euch sparen. Doppeldeckerbusse reichen völlig.

Wenn ihr euch ein bisschen das Streckennetz anschaut, könnt ihr euch teure Stadtführungen wirklich sparen. Die Linienbusse fahren euch auch so durch die Stadt, mehr oder weniger “kostenlos”, denn eine  Oyster oder Travelcard braucht ihr soundso.
Die Buslinien, mit denen ihr meiner Meinung nach eine Menge sehen könnt, sind die 15 und die 159. 
Die 159 fährt von Marble Arch, über Oxford Street, Oxford-Circus, Regent Street, Picadilly-Circus, Trafalgar Square über die Themse und Westminster bis nach Streatham. Ihr müsst nicht bis zum Ende durchfahren und könnt ruhig in Westminster aussteigen. Die 15 fährt von Charing Cross (Trafalgar Square) nach Blackwell und führt euch neben der St. Paul’s Cathedral und dem Tower of London durch das Finanzviertel. Die 78 fährt direkt über die Tower Bridge nach Shoreditch, einem Szenenviertel im Londoner Osten.

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Westminster Abbey

3. An roten Fußgängerampeln stehen bleiben …

tun scheinbar nur wir Deutschen/Österreicher/Schweizer . In London interessiert es so ziemlich niemanden und es wird über die Straße gelaufen, wenn (noch) kein Auto da ist. Daran musste ich mich erst noch gewöhnen und ich bin so manches mal irritiert vor und wieder zurück gegangen. Obwohl diese britische (Un)Art ja eigentlich nicht so super ist, wünsche ich sie mir so manches mal in Deutschland herbei.

4. In einer schönen, großen und bezahlbaren Wohnung zu wohnen ist schon etwas wert.

Wer dachte, dass die Mietpreise in Hamburg und in München teuer sind, der hat noch nichts von den Unsummen für Wohnungen in London gehört. Mir wurden teilweise Preise genannt, die Jenseits von Gut und Böse waren.  Selbst “Kaschemmen” sind dort unverschämt teuer. Wer in London schön wohnen will, muss sehr, sehr, sehr tief in die Tasche greifen. 1500 Pfund sind da gerade mal Durchschnitt, selbstverständlich ohne Heizkosten.

5. Wenn die Bahndurchsage “Ready for depart” sagt, bitte NICHT mehr in letzter Sekunde einsteigen …

… oder zumindest eure Taschen eng bei euch halten. Es könnte sonst passieren, dass ihr schon drin seid und eure Tasche noch vor (!) der Tür hängt. Die Türen gehen nicht wieder komplett auf, wie es hier in Deutschland meistens der Fall ist. Ich – und die anderen Fahrgäste – waren jedenfalls ziemlich erschrocken, als meine rote Selma noch vor der Tür hing, ich aber schon in der Bahn war. Tatsächlich gingen die Tür nicht mehr auf und Stefan konnte meine Tasche nur durch drücken und quetschen hereinholen. Das hätte böse ausgehen können.

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St. Pauls Cathedral

6. Man braucht keine zig Euros in Pfund umwechseln und kann gut mit der (Kredit)Karte zahlen.

Als Touri denkt man ja immer, das man sein Gesamtes Urlaubsbudget vorher schön in die jeweilige Währung umwechseln muss. Das muss in London wirklich nicht sein, denn man kann quasi überall mit Karte bezahlen. Das empfiehlt sich in vielen Fällen sogar, sonst bekommt man unglaublich viel Kleingeld. Trotzdem ist es ganz gut, ein bisschen Bargeld bei sich zu haben, zB. für zusätzliches Trinkgeld oder Toilettengeld.

7. Schwarzer Tee mit Milch.

Ich habe vorher ja auch schon Schwarzen Tee getrunken, aber seit London trinke ich ihn nur noch mit Milch. Der Afternoon Tea ist den Briten heilig. Und zwar ohne Bändel am Teebeutel. Nur mit Tee im Beutel.

8. Briten sind Kälteunempfindlich

Das ist mir das letzte Mal schon aufgefallen. Die rennen im Oktober, wie im März mit kurzer Hose, nackten Beinen oder in T-Shirts ohne Jacke rum, sogar am Abend. Das hat mich wirklich geschockt und ich kam mir in meinem Mantel schon fast etwas lächerlich vor. Wir hatten beide male wirklich gutes Wetter, aber weder im März, noch Oktober war es so warm, dass ich freiwillig in kurzer Hose unterwegs gewesen wäre. Da müssen es bei mir schon mindestens 25°C sein.

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3 Comments

  • Elisabeth-Amalie März 18, 2016 8:45 am

    Ich trinke und liebe Schwarzen Tee mit Milch. ♥ Das mit den Mietpreisen kann ich mir sher gut vorstellen, da Lonodn ja echt eine beliebte Stadt ist. 🙂

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

  • Wolfgang März 18, 2016 5:54 pm

    Tja, das mit an-roten-Ampeln-stehen-bleiben ist wohl tatsächlich etwas typisch deutsches. In vielen anderen Ländern gehen die Leute “routiniert” über die Straße, wenn es der Verkehr erlaubt (und nicht, wenn die Ampel rot zeigt…). Passt man sich da nicht an, hat man sich schnell als Tourist geoutet … 😉

  • Liyah März 22, 2016 9:07 am

    toller Post, der hat mich grad echt zum schmunzeln gebracht 🙂
    ich muss sagen, dass ich auch nur in England Tee mit Milch trinke und ich liebe es!

    xoxo, L.
    ——————
    http://www.LiyahGoesHollywood.de

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