Bedenkliche Inhaltsstoffe in der Kosmetik 2

Bedenkliche Inhaltsstoffe in der Kosmetik 2

In diesem Beitrag habe ich euch bereits ein paar bedenkliche Inhaltsstoffe gezeigt, die ihr besser vermeiden solltet. Da dieser Post gut bei euch ankam und es noch viele andere Inhaltsstoffe gibt, deren Wirkung nicht unbedingt unbedenklich ist, habe ich mich für eine Fortsetzung entschieden.
Die Haut ist unser größtes Atmungsorgan und das Spiegelbild der Seele. Daher man man ruhig mal einen Blick auf die Komsetik, die wir fast täglich verwenden, werfen und sie hinterfragen. Zwar kommt es auf nicht auf die einzelnen Inhaltsstoffe an, aber sehr wohl auf die Gesamtzahl. Schließlich nehmen wir täglich einen großen Cocktail an Giftstoffen in uns auf.
Da wäre das Verpackungsmaterial unserer Nahrung, Geschmacksverstärker, teilweise Medikamente, Abgase, Textilstoffe – die Liste ist lang. Darauf haben wir oftmals wenig Einfluss. Oder zumindest fällt es uns schwer, bestimmte Stoffe ohne große Anstrengung zu meiden.

Auf Kosmetik haben wir allerdings einen Einfluss. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe und ein bisschen Recherche reichen schon aus, um Rücksicht auf unsere Gesundheit zu nehmen.
Um euch einen groben Überblick zu verschaffen, habe ich hier ein paar weitere Inhaltsstoffe zusammen gefasst, auf die ihr in Zukunft besser verzichten solltet.
Kosmetikprodukte in Europa unterliegen zwar strengen Richtlinien, weshalb keine gefährlichen Inhaltsstoffe verwendet werden sollten, aber meiner Meinung nach liegt das ganz im Auge des Betrachters. Denn wenn alles so friede-freude-Eierkuchen wäre, wäre die Welt wohl in einem besseren Zustand. Irgendwoher müssen die ganzen Krankheiten und Umweltprobleme schließlich kommen. Bei Kosmetik geht das easy peasy, wir müssen uns nicht groß anstrengen um was zu ändern.
Übrigens, habt ihr schon mal eine eMail an bestimmte Hersteller geschickt, mit der Bitte auf Mikroplastik zu verzichten? Wenn da viele Mails zusammen kamen, würde das bestimmt zum nachdenken anregen.

BEDENKLICHE INHALTSSTOFFE

 

Sodium Laureth Sulfate

Sodium Laureth Sulfate oder Sodium Lauryl Sulfate finden in jedem zweiten Shampoo oder Duschgel ihre Anwendung. Es handelt sich um ein Tensid. Eine Reinigungssubstanz, bzw. ein Schaumbildner, der dazu da ist Haut und Haar zu reinigen. Allerdings nimmt er es mit der Reinigung etwas zu genau und so wird nicht nur Schmutz und überschüssiges Fett entfernt, sondern auch Fett, welches die Haut noch benötigt. Die Folgen sind trockene, schuppende Haut und Kopfhaut. SLS ist ein Hautallergen und kann, soweit ich gelesen habe, in Augen, Hirn, Herz und Leber angelagert werden. Nicht schön.

Bei der Herstellung von Sodium Laureth Sulfat entsteht krebserregendes Dioxan. Dioxan hat außerdem einen Einfluss auf unseren Hormonhaushalt, da es dem Hormon Östrogen sehr ähnlich ist. Zusätzliche Hormone brauchen wir ja nun echt nicht auch noch.  Es wurde sich zwar auf einen Grenzwert geeinigt, aber meiner Meinung nach könnten Hersteller ruhig komplett auf SLS verzichten. Die Naturkosmetik schafft es ja größtenteils auch.

Eine Alternative sind beispielsweise Sodium Coco Sulfate. Die sind nämlich weniger aggressiv, haben aber eine ähnliche Reinigungswirkung.

Alcohol denat.

Über vergällten Alkohol habe ich schon mehrere Reden geschwungen. Alkohol ist an und für sich in der Kosmetik nichts schlechtes. Zumindest, solange es sich um gute Fettalkohole handelt. Fettalkohole werden aus in Pflanzenteilen vorkommenden Fettsäuren gewonnen. Bei schlechtem Alkohol handelt es sich um sogenannten Trinkalkohol. Um die fällige Alkohlsteuer zu vermeiden, setzen Hersteller eine vergällte Variante ein, die unserer Haut so gar nicht gut tut.Davon abgesehen, dass vergällter Alkohol den Alterungsprozess der Haut beschleunigt und für einen Zelltod auf Raten sorgt, kann er wohl sogar zuckerkrank und unfruchtbar machen.

Isotretinoin

Isotretinoin ist zwar ein hilfreicher Wirkstoff gegen Akne, hat allerdings gravierende Nebenwirkungen und sollte NICHT leichtgläubig eingesetzt werden. Abgesehen von Hautausschlägen und eine negative Wirkung auf die Psyche, darf es keinesfalls bei Schwangeren oder Frauen im gebährfähigen Alter eingesetzt werden. Denn es kann auch einigr Zeit nach der Anwendung zu schweren Missbildungen des ungeborenen Kinds kommen.

Aknemittel mit dem Wirkstoff Isotretinoin sind rezeptpflichtig und gibt es nur in der Apotheke. Wenn ihr mal eine Aknecreme von Freunden, Geschwistern o.Ä. ausprobieren wollt solltet ihr aber unbedingt aufpassen, was ihr da bekommt!

Formaldehyde

Formaldehyde findet sich in Nagellacken,Nagelhärtern, aber auch in Wimperntuschen und Haarprodukten wieder. Mittlerweile wird es nur noch selten in seiner reinen Form eingesetzt, sondern aus anderen Stoffen abgespaltet (zB. Sodium Hydroxymethylglycinate, Methenamine, Quaternium-15, 2-Bromo-2-Nitropropane-l,3-Diol, Bronopol ) Formaldehyde wurde als Konservierungsmittel eingesetzt. Mittlerweile gilt es als krebserregend, weshalb der Grenzwert bei 0,2% bei Cremes und Co. liegt. Bei Nagellack sind bis zu 5% Formaldehyd erlaubt. Da wir mit unseren Fingern ständig im Gesicht hängen oder mit Lebensmitteln in Berührung kommen, finde ich das äußerst uncool. Muss nicht sein. .

Nitrosamine und Triethanolamine

Beide Inhaltsstoffe werden vor allen in Mascaras eingesetzt. Ich hatte schon die ein oder andere High End Mascara in der Hand, die sich diese Stoffe zu Nutze macht. Sehr schade. Denkt man bei High End Produkten doch, man tut seiner Haut etwas gutes. Zum Beispiel bei einer Marke, deren Wimperntusche auf Show endet. Nitrosamine sind, wie viele andere Stoffe, krebserregend. Triethanolamine (auch Aminoethanol, Tricolamin, Tromethanin und Trolamin genannt) bilden Nitrosamine.
Nitrosamine kommen übrigens auch in Tabak  oder in verbrannten Toastbrot oder Fleisch (die schwarze Kruste! vor).

Wie handhabt ihr das? Achtet ihr auf Inhaltsstoffe oder ist euch das Größtenteils schnuppe? Oder findet ihr diese ganze ‚bedenkliche Inhaltsstoffe‘ Panik übertrieben?
Ich freue mich auf eure Meinungen!

Bild: bedenkliche Inhaltsstoffe, Kosmetik, Highdroxy, LovelyDay, BurtsBees, Ahuhu, Skincare, Blogger,

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11 Comments

  • Elisabeth-Amalie September 13, 2017 4:02 pm

    Toller Beitrag! Da bin ich gleich wieder ein Stückchen schlauer, denn mich interessiert ja immer, was sich so in den Produkten für Inhaltsstoffe verstecken. 🙂

  • L♥ebe was ist September 13, 2017 6:19 pm

    bei so viel Auswahl auf dem Kosmetikmarkt weiß man manchmal ja gar nicht mehr woran man „glauben“ soll. da ist es gut, wenn man sich mal schlau macht, was eingentlich hinter den ganzen unaussprechlichen Namen steckt 😉
    ein richtig toller Beitrag und ich werde direkt auch noch in Part 1 reinschauen!!!

    hab einen wundervollen Abend meine Liebe,
    ❤ Tina von http://liebewasist.com

  • Saskia September 14, 2017 6:58 am

    Ich finde es absolut nicht übertrieben. Ich achte schon darauf, wobei ich trotzdem weiterhin auch Produkte ausprobiere, die vielleicht nicht die besten Inhaltsstoffe haben. Zumindest gibt es inzwischen ziemlich viele tolle Marken, die auf etliches Gedöns verzichten. Immer wieder freue ich mich, wenn ich so eine Marke erwische 🙂

  • Tamara September 14, 2017 1:22 pm

    Der Beitrag ist ganz toll. 🙂
    Ich finde es wird allgemein viel zu wenig über bedenkliche Inhaltsstoffe aufgeklärt.
    Meiner Meinung nach sollte am Produkt gekennzeichnet werden welche Inhaltsstoffe bedenklich sind.
    Schön das du hier aufklärst. 🙂
    Liebste GRüße Tamara
    http://www.fashionladyloves.com

  • Josephin September 14, 2017 6:05 pm

    Toller Post! Ich finde es auch wichtig sich damit zu beschäftigen. 🙂

    Liebste Grüße
    Josephin | Tensia

  • Andrea September 15, 2017 3:27 pm

    Das fand ich sehr interessant! Ich will da auch in Zukunft mehr darauf achten. Dein neues Layout find ich klasse!

  • Héloise September 16, 2017 5:04 pm

    Schöner informativer Post! Ich versuche momentan, meine Haut mit so wenig Pflegestoffen wie möglich zu überfrachten und habe auch das Gefühl, dass das meinem Teint ganz gut tut =)
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

  • Carmen September 16, 2017 7:22 pm

    Wow was für ein spannender Post! Ich werde mich in Zukunft auf jeden Fall auf diese Inhaltsstoffe achten – vielen Dank für diese Tipps <3
    xx, Carmen – http://carmitive.com

  • Anja S. September 21, 2017 6:29 pm

    Super Beitrag. Ich bin ehrlich, so arg achte ich nicht drauf, aber ein bisschen schon.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  • Jana September 22, 2017 8:32 pm

    Ich arbeite in der Kosmetikindustrie und muss ganz ehrlich sagen, dass diese Panik vor einigen Inhaltsstoffen total überzogen und leider durch sehr viel Irrglaube entstanden ist. Ein Produkt ist nicht schlecht, weil es z.B. Parabene oder Sodium Laureth Sulfate enthält und man sollte es deshalb nicht gleich wieder zurück ins Dorgeriemarktregal stellen und nicht sofort Naturkosmetik kaufen. Denn es kommt immer auf die Menge des Stoffes an, die enthalten ist. Daher geht bei Produkten auch mal Probieren über Studieren. Außerdem kann nicht jedes Kosmetikprodukt Natur pur sein, denn nicht jeder will für die teure „gesunde Natürlichkeit“ von Naturkosmetik zahlen.

    • Ivory September 23, 2017 12:46 am

      Ins Regal zurückstellen muss man es nicht, aber man kann darauf verzichten.
      Die Menge des Stoffes spielt zwar eine Rolle, aber das jeweils Produkt bzw. der Stoff ist ja nicht der einzige kritische Stoff, den man am Tag so in sich auf nimmt. Da kommen ja noch viele andere Dinge hinzu. Ich finde eben, dass man bei Kosmetik gut und vor allem einfach auswählen kann.
      Naturkosmetik oder Produkte mit guten Incis müssen nicht zwingend teuer sein :-).

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